Youpod – OB-Wahl 2014: Wer hat die Nase vorn?

Am 25. Mai ist es soweit: Düsseldorf geht wählen! Neben der Europawahl findet die Kommunalwahl statt. Dabei werden der Stadtrat, die Bezirksvertretungen und der Oberbürgermeister von Düsseldorf gewählt.

Neben den Kandidaten der Parteien stellen sich auch zwei Einzelbewerber zur Wahl auf. Doch wer von ihnen ist wohl der Anwärter mit den besten Aussichten auf den Posten des Oberbürgermeisters?

Schuldenfreiheit, Mietpreise und Steuern! Das sind die großen Themen, mit denen sich alle Parteien in Düsseldorf im aktuellen Wahlkampf auseinandersetzen. Doch jeder Kandidat versucht auf seine eigene Art und Weise, die Wähler von sich zu überzeugen.

Spitzenkandidaten im Überblick

Da wäre zum einen Dirk Elbers (CDU), der die letzten Jahre Oberbürgermeister in NRWs Landeshauptstadt war und nun darauf hofft, wiedergewählt zu werden. Das Aushängeschild Dirk Elbers’ ist und bleibt die wirtschaftliche Ausrichtung Düsseldorfs. Er wirbt immer wieder mit der Schuldenfreiheit Düsseldorfs und der steigenden Ansiedlung großer Unternehmen. Steigen lässt er jedoch auch die Mietpreise, da er ein luxuriöses Immobilienprojekt nach dem anderen ins Leben ruft, was ihm eventuell bei der Wahl zum Verhängnis werden könnte. Um dies zu verhindern, verweist Elbers auch auf Sozialpolitik. Durch neue Arbeitsplätze, die die Unternehmen mit sich bringen würden, versucht Elbers diesem Kritikpunkt auszuweichen. Außerdem erklärt er auf seiner persönlichen Homepage “Ich und mein Düsseldorf”, dass er die Schuldenfreiheit der Stadt nutzen möchte, um den Leistungs- und Breitensport weiterhin zu fördern, beispielsweise durch Ausbau von Sportanlagen.

Der andere Spitzenkandidat ist Thomas Geisel (SPD). Er möchte den Bau von Luxusimmobilien stoppen und für genau das Gegenteil sorgen: bezahlbaren Wohnraum in Düsseldorf für alle. Seine weiteren Hauptthemen im Wahlkampf sind die Bildung und Betreuung. Er bezieht sich hierbei auf die Zustände der Schulgebäude in Düsseldorf und möchte bei einem für ihn guten Wahlausgang für Sanierung und Verbesserung sorgen. Auch Geisel spielt im Wahlkampf mit allen Mitteln. Er verweist auf die ständige Abwesenheit vom amtierenden OB Dirk Elbers bei Wahlkampfveranstaltungen und hofft dadurch, die Wähler auf seine Seite zu bekommen. Diese Art und Weise für sich selber zu werben, könnte für Thomas Geisel allerdings im Endeffekt zu einem Problem werden, denn ob sich die Bürger einen Oberbürgermeister wünschen, der den Fokus durch Fehler seiner Konkurrenten auf sich selbst richtet, ist denkwürdig.

Die Kandidaten der anderen Parteien, Miriam Koch (Bündnis 90/Die Grünen), Helmut Born (Die Linke) und Andre Maniera (REP), scheinen wenig Aussicht auf Erfolg zu haben. Ihre Präsenz ist im Gegensatz zu den Spitzenparteien sehr verhalten. Fraglich ist auch, ob den Düsseldorfer Bürgern und gerade Erstwählern diese Namen überhaupt bekannt sind. Grund dafür könnte sein, dass Düsseldorf bereits seit geraumer Zeit von der CDU regiert wird und sich diese bei Wahlen bisher ausschließlich einen Zweikampf mit der SPD lieferte.

Ein Cowboy für Düsseldorf?

Wer von all den Kandidaten, deren Wünschen und Versprechungen nicht überzeugt ist, hat immer noch die Möglichkeit einen der beiden Einzelbewerber zu wählen. Einer von ihnen ist Herbert Nussbaum. In der Altstadt kennt man den gebürtigen Berliner auch unter dem Spitznamen “der nackte Cowboy”, was im Übrigen auch auf den Wahlzetteln in der Spalte der Parteinamen neben seinem Namen steht.

Regelmäßig trifft man ihn leicht bekleidet mit Hut und Gitarre in der Stadt an, wo er Leute irritert oder eben aufmuntert. Dies liegt im Auge des Betrachters.

Der zweite Einzelbewerber ist Hans Eilers, der unter dem Motto “Eilers statt Elbers” lediglich das Ziel verfolgt, Dirk Elbers seinen Platz im Rathaus wegzunehmen. Ob Eilers oder “Herby” Nussbaum es jedoch schaffen können, durch Aufmerksamkeit zum Oberbürgermeister gewählt zu werden, zeigt sich am 25. Mai.
Autor: youpod/NiklasV.